16.4 Anforderungen an Mauermörtel nach Eignungsprüfung

Anforderungen an Normalmauermörtel

EigenschaftAnforderung nach
DIN V 20000-412
Mörtelgruppe1)/ Mörtelklasse2)
DIN V 18580
Mörtelgruppe1)/ Mörtelklasse2)
Trockenrohdichte [kg/m³]≥ 1500
Druckfestigkeitsiehe hier
Verbundfestigkeit3)
[N/mm²]
  • MG I / M 2,5: -
  • MG II / M 5: ≥ 0,04 4)
  • MG IIa / M 10: ≥ 0,08 4)
  • MG III / M 15: ≥ 0,10 4)
  • MG IIIa / M 30: 0,12 4)
  • MG I / M 1: - / - 5)
  • J MG II / M 2,5: ≥ 0,04 / ≥ 0,10 5)
  • MG IIa / M 5: ≥ 0,08 / ≥ 0,20 5)
  • MG III / M 10: ≥ 0,10 / ≥ 0,25 5)
  • MG IIIa / M 20: ≥ 0,12 / ≥0 ,30 5)
Chloridgehalt [M.-%]≤ 0,1 bezogen auf die Trockenmasse des Mörtels
BrandverhaltenBaustoffklasse A 1

1) Mörtelgruppen (MG) nach DIN 1053-1. Norm zurückgezogen, ist aber als bauaufsichtlich eingeführte Norm für genehmigte und in der Abwicklung befindliche Bauvorhaben noch anwendbar.
2) Mörtelklassen (M) nach DIN EN 998-2.
3) Die Verbundfestigkeit wird indirekt über die Prüfung der Haftscherfestigkeit (charakteristische Anfangsscherfestigkeit) ermittelt. Anstelle einer Prüfung können die Werte für die Haftscherfestigkeit auch nach DIN EN 998-2, Anhang C, angenommen werden; für Normalmauermörtel gilt danach der Wert: 0,15 N/mm².
4) Prüfung der Anfangsscherfestigkeit (Haftscherfestigkeit) nach DIN EN 1052-3. Prüfwerte sind zur Ermittlung der Verbundfestigkeit mit 1,2 zu multiplizieren.
5) Erster Wert: gilt bei Prüfung der Haftscherfestigkeit nach DIN EN 1052-3; zweiter Wert: gilt bei Prüfung der Mindesthaftscherfestigkeit (Mittelwert) nach DIN 18555-5 (Norm zurückgezogen, in DIN V 18580 aber noch zitiert). Prüfwerte sind zur Ermittlung der Verbundfestigkeit mit 1,2 zu multiplizieren.

Ausdruck der Tabelle

Anforderungen an Leichtmauermörtel

EigenschaftAnforderung nach
DIN V 20000-412
Mörtelgruppe 1) / Mörtelklasse 2)
DIN V 18580
Mörtelgruppe 1) / Mörtelklasse 2)
Trockenrohdichte [kg/m3]
  • LM 21 / M 10: ≤ 700
  • LM 36 / M 10: 700 und ≤ 1000
  • LM 21 / M 10: ≤ 700 3)
  • LM 36 / M 5: ≤ 1000 3)
Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)]
  • LM 21 / M 10: ≤ 0,18
  • LM 36 / M 10: ≤ 0,27
  • LM 21 / M 5: ≤ 0,18 4)
  • LM 36 / M 5: ≤ 0,27 4)
Druckfestigkeitsiehe hier
Verbundfestigkeit 5) [N/mm²]≥ 0,08 6)
  • LM 21 / M 5: ≥ 0,08 7)
  • LM 36 / M 5: ≥ 0,08 7)
Längsdehnungsmodul El 8) [N/mm²]
  • LM 21 / M 5: ≥ 2000
  • LM 36 / M 5: ≥ 3000
Querdehnungsmodul Eq 8[N/mm²]
  • LM 21 / M 5: ≥ 7500
  • LM 36 / M 5: ≥ 15000
Chloridgehalt [M.-%]≤ 0,1 bezogen auf die Trockenmasse des Mörtels
BrandverhaltenBaustoffklasse A 1

2) Mörtelklassen (M) nach DIN EN 998-2.

3) Bei Einhaltung des Grenzwertes gelten die Anforderungen an die Wärmeleitfähigkeit ohne weiteren Nachweis als erfüllt Mit Nachweis sind Trockenrohdichten bis zu 1300 kg/m³ zulässig.

4) Bei Überschreitung des Grenzwertes für die Trockenrohdichte von 1300 kg/m³ muss die Wärmeleitfähigkeit durch Prüfung nach DIN EN 1745 nachgewiesen werden.

5) Die Verbundfestigkeit wird indirekt über die Prüfung der Haftscherfestigkeit (charakteristische Anfangsscherfestigkeit) ermittelt Anstelle der Prüfung können die Werte für die Haftscherfestigkeit auch nach DIN EN 998-2, Anhang C, angenommen werden; für Leichtmauermörtel gilt der Wert 0,15 N/mm².

6)   Prüfung der Anfangsscherfestigkeit (Haftscherfestigkeit) nach DIN EN 1052-3  Prüfwerte sind zur Ermittlung der Verbundfestigkeit mit 1,2 zu multiplizieren.

7) Wert gilt bei Prüfung der Anfangsscherfestigkeit (Haftscherfestigkeit) nach DIN EN 1052-3.

8) Prüfung nach DIN 18555-4 (Norm zurückgezogen, in DIN V 18580 aber noch zitiert).

Ausdruck der Tabelle

Anforderungen an Dünnbettmörtel

EigenschaftAnforderung nach
DIN V 20000-412DIN V 18580
Trockenrohdichte [kg/m³]≥ 1500≥ 1300
Druckfestigkeitsiehe hier
Verbundfestigkeit 1)
[N/mm²]
≥ 0,20 2)≥ 0,20 / ≥ 0,50 3)
Verarbeitbarkeitszeit≥ 4 Stunden
Korrigierbarkeitszeit≥ 7 Minuten
Chloridgehalt [M.-%]≤ 0,1 bezogen auf die Trockenmasse des Mörtels
BrandverhaltenBaustoffklasse A 1

1) Die Verbundfestigkeit wird indirekt über die Prüfung der Anfangsscherfestigkeit (Haftscherfestigkeit) ermittelt Anstelle der Prüfung können die Werte für die Haftscherfestigkeit auch nach DIN EN 998-2, Anhang C, angenommen werden; für Dünnbettmörtel gilt der Wert 0,3 N/mm²

2) Prüfung der Anfangsscherfestigkeit (Haftscherfestigkeit) nach DIN EN 1052-3 Prüfwerte sind zur Ermittlung der Verbundfestigkeit mit 1,2 zu multiplizieren

3) Erster Wert: gilt bei Prüfung der Anfangsscherfestigkeit (Haftscherfestigkeit) nach DIN EN 1052-3; zweiter Wert: gilt bei Prüfung der Mindesthaftscherfestigkeit (Mittelwert) nach DIN 18555-5 (Norm zurückgezogen, in DIN V 18580 aber noch zitiert) Prüfwerte sind zur Ermittlung der Verbundfestigkeit mit 1,2 zu multiplizieren

Ausdruck der Tabelle

Mindestanforderungen an die Druckfestigkeit in Abhängigkeit von den Mörtelgruppen / Mörtelklassen

MörtelartMörtelgruppe 1) nach DIN 1053-1Mörtelklasse 2) nach
DIN V 20000-412DIN V 18580
NormalmauermörtelMG IM 2,5M 1
MG IIM 5M 2,5 3)
MG IIaM 10M 5 3)
MG IIIM 15M 10 3)
MG IIIaM 30M 20 3)
LeichtmauermörtelLM 21M 10M 5 3)
LM 36M 10M 5 3)
DünnbettmörtelDMM 15M 10 4)

1) Mörtelgruppen (MG) nach DIN 1053-1. Norm zurückgezogen, ist aber als bauaufsichtlich eingeführte Norm für genehmigte und in der Abwicklung befindliche Bauvorhaben noch anwendbar.

2) Die Ziffer in der Bezeichnung der Mörtelklassen (M) nach DIN EN 998-2 entspricht dem Mindestwert der Druckfestigkeit, z.B. hat M5 eine Mindestdruckfestigkeit von 5 N/ mm².

3) Zusätzlich werden Anforderungen an die Fugendruckfestigkeit (Lagerfuge) gestellt.

4) Zusätzlich ist die Druckfestigkeit bei Feuchtlagerung (7 Tage im Klima 20/95, 7 Tage 20/65 und 14 Tage unter Wasser) nach 28 Tagen zu prüfen Anforderung: Festigkeitsabfall ≤ 30 % bezogen auf die Lagerung nach DIN EN 1015-11.

Ausdruck der Tabelle