13.2.1 Expositions- und Feuchtigkeitsklassen

Zuordnung von Bauteilen zu den Expositionsklassen (Beispiele)

Expositions­ klasse

Beispiele aus dem Wasserbau 1)

X0

Unbewehrter Kernbeton bei zonierter Bauweise

XC1

Sohlen von Schleusenkammern, Sparbecken oder Wehren, Schleusenkammer­ wände unterhalb UW 2), hydraulische Füll­ und Entleersysteme

XC2

Schleusenkammerwände im Bereich zwischen UW 2) und OW 2)

XC3

Nicht frei bewitterte Flächen (Außenluft, vor Niederschlag geschützt)

 

XC4

Freibord von Schleusenkammer­ oder Sparbeckenwänden, Wehrpfeiler oberhalb NW 2), freibewitterte Außenfächen, Kajen

XD1

Wehrpfeiler im Sprühnebelbereich von Straßenbrücken

XD2

­-

XD3

Plattformen von Schleusen, Verkehrsfächen, Treppen an Wehrpfeilern

XS1

Außenbauteile in Küstennähe

XS2

Sperrwerksohlen, Wände und Gründungspfähle unter NNTnW 2)

XS3

Gründungspfähle, Kajen, Molen und Wände oberhalb NNTnW 2)

XF1

Freibord von Sparbeckenwänden, Wehrpfeiler oberhalb HW 2)

XF2

Vertikale Bauteile im Spritzwasserbereich und Bauteile im unmittelbaren Sprühnebel­ bereich von Meerwasser

XF3

Schleusenkammerwände im Bereich zwischen UW 2) – 1,0 m und OW 2) + 1,0 m, Ein­ und Auslaufbereiche von Dükern und Wehrpfeiler zwischen NW 2) und HW 2)

XF4Vertikale Flächen von Meerwasserbauteilen wie Gründungspfähle, Kajen und Molen im Wasserwechselbereich, meerwasserbeaufschlagte horizontale Flächen, Plattformen von Schleusen, Verkehrsfächen, Treppen an Wehrpfeilern
XA1-
XA2Betonbauteile, die mit Meerwasser in Berührung kommen
XA3-
XM1Flächen mit Beanspruchung durch Schiffsreibung, Bauteile für die Energieumwand­lung mit feinkörniger Geschiebefracht, Eisgang
XM2Wehrrücken und Bauteile für die Energieumwandlung (Tosbecken, Störkörper) mit grobkörniger Geschiebefracht
XM3Bauteile in Gebirgsbächen oder Geschiebeumleitstollen
WO

Allgemein: bei nicht massigen Bauteilen mit d ≤ 0,80 m.

Innenbauteile von Wasserbauwerken, die nicht permanent einer relativen Luftfeuchte von mehr als 80% ausgesetzt werden
WF

Allgemein: stets bei massigen Bauteilen mit d < 0,80 m, unabhängig vom Feuchtezutritt.

Betonbauteile von Wasserbauwerken mit freier Bewitterung oder zeitweiser oder dauernder Wasserbeaufschlagung im Binnenbereich.

Innenbauteile von Wasserbauwerken mit einer relativen Luftfeuchte von meist mehr als 80%.
WABetonbauteile von Wasserbauwerken, die mit Meerwasser in Berührung kommen. Betonbauteile von Wasserbauwerken, auf die Tausalze einwirken.
WSWasserbaulich nicht relevant

1) Beispiele gelten für die überwiegende Beanspruchung während der Nutzungsdauer Abweichende Umgebungsbedingungen während der Bauzeit oder Nutzung führen i.a. nicht zu Schäden

2) UW – Unterwasser, OW – Oberwasser, NW – Niedrigwasser, HW – Hochwasser, NNTnW – Tideniedrigwasser bezogen auf Normalnull

Ausdruck der Tabelle