4.2 Hüttensandmehl (HSM) nach DIN EN 15167-1

Hüttensandmehl wird durch Mahlen von Hüttensand hergestellt und hat latenthydraulische Eigenschaften. Die Anforderungen an Hüttensandmehl für die Verwendung in Beton und Mörtel sind in DIN EN 15167-1 festgelegt (siehe folgende Tabelle). Die Verwendung von Hüttensandmehl als Betonzusatzstoff Typ II in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 ist in Deutschland derzeit über die Bauregelliste A, Teil 1, Anlage 1.51 zugelassen.

Anforderungen an Hüttensandmehl nach DIN EN 15167-1

Technische Daten EinheitHüttensandmehl
Spezifische Oberflächecm2/g≥ 2750
GlasgehaltM.-%≥ 66,6
GlühverlustM.-%≤ 3,0
Gehalt (MgO+CaO+SiO2)M.-%≥ 66,6
MgOM.-%≤ 18,0
Sulfat (SO3)M.-%≤ 2,5
Chlorid (Cl–-)M.-%≤ 0,10 1)
Aktivitätsindex 2)
7 Tage
28 Tage
%45
70
Erstarrungszeit 3)%< 100

1) Chloridwerte über 1,0 M.-% sind möglich. In diesem Fall müssen die Höchstwerte deklariert werden.
2) Der Aktivitätsindex gibt das prozentuale Verhältnis der Druckfestigkeit an, die ein Gemisch aus 50 M.-% des Hüttensandmehls mit 50 M.-% eines Prüfzements im Vergleich zu dem reinen Prüfzement erzielt. Die Anforderungen an den Prüfzement CEM I mindestens der Festigkeitsklasse 42,5 sind in DIN EN 15167-1 festgelegt.
3) Die Zeit bis zum Beginn der Erstarrung des hälftigen Gemisches darf sich gegenüber dem Erstarrungsbeginn des reinen Prüfzements höchstens verdoppeln.

Ausdruck der Tabelle