3 Betonzusatzmittel

Betonzusatzmittel sind flüssige, pulverförmige oder granulatartige Stoffe, die dem Beton während des Mischens in kleinen Mengen, bezogen auf den Zementgehalt, zugegeben werden. Sie beeinflussen durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften des Frisch- oder Festbetons.

Es werden 19 Wirkungsgruppen/-arten unterschieden:

Wirkungsgruppen/-arten und Kennzeichnung der Betonzusatzmittel

Wirkungsgruppe / -ArtKurzzeichenEinsatz mit
BetonverflüssigerBVCE-Zeichen
FließmittelFMCE-Zeichen
Fließmittel/VerzögererFMCE-Zeichen
LuftporenbildnerLPCE-Zeichen
DichtungsmittelDMCE-Zeichen
VerzögererVZCE-Zeichen
ErhärtungsbeschleunigerBECE-Zeichen/Zulassung
ErstarrungsbeschleunigerBECE-Zeichen
Erstarrungsbeschleuniger für SpritzbetonSBECE-Zeichen
EinpresshilfenEHCE-Zeichen
StabilisiererSTCE-Zeichen
ViskositätsmodifiziererCE-Zeichen
SedimentationsreduziererSRZulassung
ChromatreduziererCRZulassung
SchaumbildnerSBZulassung
Elastische Hohlkugeln
für Luftporenbeton
Zulassung
AbdichtungsmittelZulassung
PassivatorZulassung
RecyclinghilfeRHZulassung

Ausdruck der Tabelle

In Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 dürfen nur Betonzusatzmittel nach DIN EN 934-2 oder Betonzusatzmittel mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung verwendet werden. Betonzusatzmittel, die Stoffe nach DIN EN 934-1:2008, Anhang A.2, enthalten, dürfen nicht verwendet werden, mit Ausnahme von Sulfiden und Formiaten (Ausnahmeregel gilt nicht für vorgespannte Tragwerke).

Zusatzmittel für Einpressmörtel für Spannglieder müssen DIN EN 934-4 entsprechen.

Mögliche Anwendungsbereiche von Betonzusatzmitteln der Firma Sika können dem BTD-Anhang, Seiten A1 und A2 entnommen werden.