13.3.6 Eignungsprüfung

Es sind mindestens folgende Standardprüfungen durchzuführen:

am Frischbeton:

  • visuelle Beurteilung der Frischbetoneigenschaften (z. B. Wasserabsondern, Zusammenhaltevermögen, Fließverhalten und Absetzverhalten)
  • Frischbetontemperatur
  • Konsistenz des Frischbetons. Bei Konsistenzklasse ≥ F4 Nachweise für den Frischbeton vor der Zugabe von Zusatzmitteln.

am Festbeton:

  • Druckfestigkeit einschl. (Festigkeitsentwicklung r = fcm,2d/fcm,28d). Druckfestigkeit im Alter von 2, 7 und 28 Tagen. Bei Nachweis der Druckfestigkeitsklasse in einem höheren Alter zusätzlich auch in diesem Alter.
  • Spaltzugfestigkeit im Alter von 2, 7 und 28 Tagen. Bei Nachweis der Druckfestigkeitsklasse in einem höheren Alter zusätzlich auch in diesem Alter.
  • Wassereindringwiderstand (e ≤ 30 mm) nach 28 Tagen

Für bestimmte Betone und Expositionsklassen sind zusätzliche Prüfungen erforderlich:

  • verzögerter Beton: Ansteifverhalten
  • LP-Beton: Luftgehalt im Frischbeton am Einbauort
  • Massige Bauteile: quasiadiabatische Temperaturerhöhung an großformatigen Betonblöcken (2,0 x 2,0 x 2,0 m) nach 7 Tagen, statischer E-Modul im Alter von 2, 7 und 28 Tagen. Bei Nachweis der Druckfestigkeitsklasse in einem höheren Alter auch in diesem Alter.
  • XF3: Frostwiderstand nach BAW-Merkblatt „Frostprüfung von Beton“
  • XF4: Frost-Tausalz-Widerstand nach BAW-Merkblatt „Frostprüfung von Beton“

Für die Aussteuerung der Frisch- und Festbetoneigenschaften ist i. d. R. die Variation des Zement- und Zusatzstoffgehaltes auf jeweils – 5 kg/m³ bis +10 kg/m³ begrenzt.