13.3.1 Expositionsklassen

Zuordnung von Bauteilen zu den Expositionsklassen (Beispiele)

Expositions-
klasse
Beispiele aus dem Wasserbau 1)
X0Unbewehrter Kernbeton bei zonierter Bauweise
XC1Sohlen von Schleusenkammern, Sparbecken oder Wehren, Schleusenkammerwände unterhalb UW 2), hydraulische Füll- und Entleersysteme
XC2Schleusenkammerwände im Bereich zwischen UW 2) und OW 2)
XC3Nicht frei bewitterte Flächen (Außenluft, vor Niederschlag geschützt)
XC4Freibord von Schleusenkammer- oder Sparbeckenwänden, Wehrpfeiler oberhalb NW 2), freibewitterte Außenflächen, Kajen
XD1Wehrpfeiler im Sprühnebelbereich von Straßenbrücken
XD2-
XD3Plattformen von Schleusen, Verkehrsflächen, Treppen an Wehrpfeilern
XS1Außenbauteile in Küstennähe
XS2Sperrwerksohlen, Wände und Gründungspfähle unter NNTnW 2)
XS3Gründungspfähle, Kajen, Molen und Wände oberhalb NNTnW 2)
XF1Freibord von Sparbeckenwänden, Wehrpfeiler oberhalb HW 2)
XF2Vertikale Bauteile im Spritzwasserbereich und Bauteile im unmittelbaren Sprühnebelbereich von Meerwasser
XF3Schleusenkammerwände im Bereich zwischen UW 2) -– 1,0 m und OW 2) + 1,0 m, Ein- und Auslaufbereiche von Dükern und Wehrpfeiler zwischen NW 2) und HW 2)
XF4Vertikale Flächen von Meerwasserbauteilen wie Gründungspfähle, Kajen und Molen im Wasserwechselbereich, meerwasserbeaufschlagte horizontale Flächen, Plattformen von Schleusen, Verkehrsfächen, Treppen an Wehrpfeilern
XA1-
XA2Betonbauteile, die mit Meerwasser in Berührung kommen
XA3-
XM1Flächen mit Beanspruchung durch Schiffsreibung, Bauteile für die Energieumwandlung mit feinkörniger Geschiebefracht, Eisgang
XM2Wehrrücken und Bauteile für die Energieumwandlung (Tosbecken, Störkörper) mit grobkörniger Geschiebefracht
XM3Bauteile in Gebirgsbächen oder Geschiebeumleitstollen
WOAllgemein: bei nicht massigen Bauteilen mit d ≤ 0,80 m.
Innenbauteile von Wasserbauwerken, die nicht permanent einer relativen Luftfeuchte von mehr als 80% ausgesetzt werden
WFAllgemein: stets bei massigen Bauteilen mit d < 0,80 m, unabhängig vom Feuchtezutritt.
Betonbauteile von Wasserbauwerken mit freier Bewitterung oder zeitweiser oder dauernder Wasserbeaufschlagung im Binnenbereich.
Innenbauteile von Wasserbauwerken mit einer relativen Luftfeuchte von meist mehr als 80%.
WABetonbauteile von Wasserbauwerken, die mit Meerwasser in Berührung kommen.
Betonbauteile von Wasserbauwerken, auf die Tausalze einwirken.
WSWasserbaulich nicht relevant

1) Beispiele gelten für die überwiegende Beanspruchung während der Nutzungsdauer. Abweichende Umgebungsbedingungen während der Bauzeit oder Nutzung führen i.a. nicht zu Schäden.
2) UW – Unterwasser, OW – Oberwasser, NW – Niedrigwasser, HW – Hochwasser, NNTnW – Tideniedrigwasser bezogen auf Normalnull.

Ausdruck der Tabelle