12.11.3 Anwendung im Verkehrswegebau

Dränbeton/Offenporiger Beton eignet sich als Tragschicht bzw. Fahrbahnbelag im Verkehrswegebau. Der hohe Hohlraumanteil bewirkt eine sehr schnelle Versickerung von Niederschlagswasser bzw. Entwässerung der Fahrbahn. Dadurch wird die Bildung von Aquaplaning und Sprühnebel deutlich reduziert. Weiterhin vermindern offenporige Betonbeläge durch die gute Schallabsorption das Reifen-Fahrbahn-Geräusch und damit die Lärmemissionen im Vergleich zu geschlossenen Fahrbahndecken aus Asphalt oder Beton. Man unterscheidet:

Dränbeton für Tragschichten (DBT) und Betondecken (DBD)
zur Herstellung versickerungsfähiger Verkehrsflächen (siehe Merkblätter der FGSV: M DBT und M VV)

  • Hohlraumgehalt: ≥ 15 Vol.-%
  • Wasserdurchlässigkeit: kf ≥ 1 · 10-3 bzw. kf ≥ 5 · 10-5

Offenporiger Beton (OPB)
zur Lärmminderung von Verkehrsflächen als dünner Belag (7 bis 8 cm) auf einer dichten Betonunterlage mit Verbund (Haftbrücke auf Polymer- Zement Basis)

  • Hohlraumgehalt: 18 ± 2 Vol.-%
  • Lärmminderung: > 5 dB(A)

Der Einbau von Dränbeton/Offenporigem Beton erfolgt i.d.R. mit einem Asphaltstraßenfertiger mit Beton-Hochverdichtungsbohle oder mit dem Gleitschalungsfertiger. In besonderen Fällen kann der Einbau auch händisch mit der Rüttelbohle, Rüttelplatte oder Glattmantelwalze erfolgen.

Rezepturbeispiel für Offenporigen Beton im Verkehrswegebau als Fahrbahnbelag (C16/20 – C25/30, XF4, XM2)

ZementCEM 32,5 R / CEM 42,5 N300 - 350 kg/m3
GesteinskörnungSand 0/2 mm 1)
Splitt 5/8 mm
60 -100 kg/m3
1400 -1500 kg/m3
WasserFrischwasser40 – 75 kg/m3
(w/z-Wert)eq0,25 - 0,30
ZusatzmittelFM
VZ
nach Bedarf
FasernPolymer (15 - 20 M.-% v. Z.)45 - 70 kg/m3
KonsistenzVerdichtungsmaß1,30 - 1,34

1) zur Verbesserung der Griffgkeit

Ausdruck der Tabelle