Als Bohrpfahlbeton wird Beton für Bohrpfähle oder Schlitzwandelemente bezeichnet. Bohrpfähle oder Schlitzwandelemente werden im Baugrund mit oder ohne Verrohrung durch Bohren oder Aushub und anschließendes Verfüllen mit Beton oder Stahlbeton hergestellt.
Regelwerk
Die Herstellung und Ausführung von Bohrpfahlbeton ist in DIN EN 1536 Bohrpfähle in Verbindung mit dem DIN-Fachbericht 129 geregelt.
Zusammensetzung
Zement
 | Zemente nach DIN EN 197-1 und DIN 1164:
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 | CEM I
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 | CEM II/A-S, CEM II/B-S
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 | CEM II/A-D
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 | CEM II/A-V, CEM II/B-V
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 | CEM II/A-P, CEM II/B-P
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 | CEM II/A-T, CEM II/B-T
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 | CEM II/A-LL
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 | CEM II/A-M (S-V), CEM II/B-M (S-V)
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 | CEM III/A, CEM III/B, CEM III/C
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 | Für andere Zementarten ist ein bauaufsichtlicher Verwendungsnachweis, z. B. allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, erforderlich.
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 | Zemente mit Zusatzstoffen des Typs II sind bevorzugt zu verwenden, da sie sich vorteilhaft auf den Beton auswirken, z. B. verlängerte Verarbeitbarkeitszeit, verminderte Wärmeentwicklung.
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 | Tonerdezement darf nicht verwendet werden.
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Gesteinskörnung
 | Gesteinskörnungen nach DIN EN 12620
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 | Das Größtkorn darf 32 mm oder ¼ des lichten Abstands der Längsbewehrungsstäbe in Umfangsrichtung nicht überschreiten. Der kleinere Wert ist maßgebend.
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Zusatzstoffe und Zusatzmittel
 | Zusatzstoffe und Zusatzmittel müssen den gleichen Anforderungen genügen wie für Betone nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2.
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 | Verwendbare Zusatzmittel sind: Betonverflüssiger, Fließmittel, Verzögerer und bei Frostbeanspruchung Luftporenbildner.
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Anforderungen an den Beton
 | Im Allgemeinen gelten die Anforderungen nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2.
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 | Besondere Anforderungen an die Zusammensetzung von Bohrpfahlbeton (siehe folgende Tabelle)
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 | Festigkeitsklasse (falls im Leistungsverzeichnis nicht anders gefordert):
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 | C20/25 bis C30/37 (Berücksichtigung der Anforderungen aus den Expositionsklassen erforderlich)
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 | für Primärpfähle < C20/25 erlaubt
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 | Konsistenz nach der zweiten folgenden Tabelle
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 | Fließfähiger Beton der Konsistenz ≥ F4 darf ohne Fließmittel hergestellt werden.
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 | Berücksichtigung von aggressiven Böden/Grundwasser durch die Betonrezeptur oder eine bleibende Hülse
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Anforderungen an die Zusammensetzung von Bohrpfahlbeton nach DIN EN 1536 und DIN-Fachbericht 129
| Betonkriterium | Anforderungen |
| Zementgehalt | Einbringen im Trockenen | ≥ 325 kg/m3 |
| Einbringen unter Wasser | ≥ 375 kg/m3 |
| Zement + Flugasche (z+f)1) | Größtkorn 32 mm | ≥ 350 kg/m3 |
| Größtkorn 16 mm | ≥ 400 kg/m3 |
| Mindestzementgehalt bei Anrechnung von Flugasche | Größtkorn 32 mm | ≥ 270 kg/m3 |
| Größtkorn 16 mm | ≥ 300 kg/m3 |
| Wasserzementwert w/(z+0,7·f) | < 0,60 |
| Mehlkornanteil d < 0,125 mm (einschließlich Zement und Flugasche) | Größtkorn d > 8 mm | ≥ 400 kg/m3 |
| Größtkorn d ≤ 8 mm | ≥ 450 kg/m3 |
| 1) | Eine Anrechnung von Flugasche ist nicht zulässig bei Verwendung von CEM II/B-V, CEM II/B-P, CEM II/A-D und CEM III/C. |
Konsistenz von Bohrpfahlbeton
| Ausbreitmaß1) [mm] | Anwendungsbeispiele |
| 460 bis 530 | Betonieren im Trockenen |
| 530 bis 600 | Pumpbeton
mit Kontraktorrohren eingebrachter Unterwasserbeton |
| 570 bis 630 | im Kontraktorverfahren unter Stützflüssigkeit eingebrachter Beton |
| 1) | Das gemessene Ausbreitmaß ist auf 10 mm zu runden. |
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