Betondeckung der Bewehrung nach DIN 1045-1
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit von Stahlbeton legt DIN 1045-1 Anforderungen an die Betondeckung der Bewehrung fest.
Aufgabe der Betondeckung:
Sicherung des Verbundes zwischen Bewehrung und Beton
Schutz der Bewehrung gegen Korrosion
Schutz der Bewehrung gegen Brandeinwirkung
Anforderungen an die Betondeckung:
 | | Nennmaß | = | Mindestmaß | + | Vorhaltemaß
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| cnom | = | cmin | + | Δc |
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 | Einhaltung des Verlegemaßes cv, das für jedes Bewehrungselement das Nennmaß sicherstellt (siehe folgende Abbildung)
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Begriffe
| Begriff | Definition |
| Beton-deckung | Abstand zwischen der Oberfläche eines Bewehrungsstabes und der nächstgelegenen
Betonoberfläche |
| cmin | Mindestbetondeckung
Kontrollmaß am erhärteten Bauteil |
| Δc | Vorhaltemaß der Betondeckung zur Berücksichtigung unplanmäßiger Abweichungen
Zur Gewährleistung von cmin im erhärteten Bauteil |
| cnom | Nennmaß der Betondeckung |
| cv | Verlegemaß der Bewehrung cv ≥ cnom (siehe folgende Abbildung)
Angabe auf Bewehrungszeichnung erforderlich
maßgebend für die statische Bauteilbemessung (Nutzhöhe d) |
| ds | Stabdurchmesser der Betonstahlbewehrung |
| dsV | Vergleichsdurchmesser der Bewehrung eines Stabbündels |
| dp | Nenndurchmesser der Litze oder des Drahtes bei Spanngliedern |
Betondeckung der Bewehrung

| Verlegemaß nach DIN 1045-1: | cV | ≥ cnom, bü |
| | ≥ cnom, I - dsbü |
Betondeckung der Bewehrung in Abhängigkeit von der Expositionsklasse1)
Expositions- klasse | Mindestbetondeckung
cmin [mm] | Vorhaltemaß
Δc [mm] | Nennmaß
cnom = cmin + Δc [mm] |
| Betonstahl | Spannglieder im sofortigen und nachträglichen Verbund2) | Betonstahl | Spannglieder im sofortigen und nachträglichen Verbund2) |
| XC1 | 10 | 20 | 10 | 20 | 30 |
| XC2 | 20 | 30 | 15 | 35 | 45 |
| XC3 |
| XC4 | 25 | 35 | 40 | 50 |
| XD1 | 40 | 50 | 55 | 65 |
| XD2 |
| XD33) |
| XS1 |
| XS2 |
| XS3 |
| 1) | Bei mehreren zutreffenden Expositionsklassen für ein Bauteil ist jeweils die Expositionsklasse mit der höchsten Anforderung maßgebend. Erhöhung bzw. Verminderung der Betondeckung siehe DIN 1045-1. |
| 2) | Die Mindestbetondeckung bezieht sich bei Spanngliedern im nachträglichen Verbund auf die Oberfläche des Hüllrohrs. |
| 3) | Im Einzelfall können besondere Maßnahmen zum Korrosionsschutz der Bewehrung notwendig sein. |
Zusätzliche ausgewählte Anforderungen an die Betondeckung:
 | Mindestbetondeckung zur Sicherung des Verbundes
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 | cmin | ≥ ds oder dsV
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 | cmin | ≥ 2,5 · dp (Litze) oder
≥ 3,0 · dp (gerippter Draht mit sofortigem Verbund)
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 | cmin | ≥ der äußere Hüllrohrdurchmesser eines Spanngliedes mit nachträglichem Verbund
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 | Mindestbetondeckung bei Leichtbeton
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 | Werte nach vorhergehender Tabelle und
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 | cmin | ≥ Durchmesser des Größtkorns der leichten Gesteinskörnung + 5 mm (außer XC1)
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 | Mindestbetondeckung bei Verschleißbeanspruchung, wenn die zusätzlichen Anforderungen nach DIN 1045-2 an die Gesteinskörnungen nicht berücksichtigt werden
XM1: cmin (vorhergehende Tabelle) + 5 mm
XM2: cmin (vorhergehende Tabelle) + 10 mm
XM3: cmin (vorhergehende Tabelle) + 15 mm
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Fördern und Verarbeiten des Betons nach DIN 1045-3
Beim Fördern und Verarbeiten von Transportbeton ist u. a. zu beachten:
 | Bei Übergabe des Betons muss die vereinbarte Konsistenz vorhanden sein.
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 | Entladezeit:
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 | Fahrmischer oder Fahrzeuge mit Rührwerk sollten 90 Minuten nach der ersten Wasserzugabe entladen sein.
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 | Fahrzeuge ohne Mischer oder Rührwerk (Beton mit steifer Konsistenz) sollten 45 Minuten nach der ersten Wasserzugabe entladen sein.
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 | Beschleunigtes oder verzögertes Erstarren infolge von Witterungseinflüssen ist zu berücksichtigen.
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 | Der Frischbeton ist vor schädlichen Witterungseinflüssen zu schützen.
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 | Der Beton darf bei Transport und Einbau nicht mit Leichtmetall (Aluminium) in Berührung kommen (z. B. Ladeflächen von Fahrzeugen, Pumpenrohre).
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